Jetzt in Sachsen | Oktober 2026

Mit dem 2024 gestarteten Format „Jetzt in Sachsen“ bringen wir Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen, um über aktuelle und wichtige Themen zu sprechen und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Sachsen in den Austausch zu kommen. Thematisch orientieren wir uns dabei an den Forschungsprojekten des EFBI. In den Vorjahren waren wir bereits in Annaberg-Buchholz, Riesa, Wurzen und Zittau vor Ort. In diesem Jahr geht es nach Dresden, Leipzig und Zwickau.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Tolerantes Sachsen e.V. möchten wir Sie herzlich zu den drei Veranstaltungen einladen und freuen uns über rege Teilnahme.

 

Gute Arbeitsbedingungen sichern die Demokratie

Zu den Zusammenhängen zwischen Arbeitswelt und politischen Einstellungen

5. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10, 01067 Dresden

Prekäre Löhne, fehlende Mitbestimmung, mangelnde Anerkennung: Schlechte Arbeitsbedingungen untergraben das Vertrauen in die Demokratie. So wird deutlich: Gute Arbeit ist kein Luxus, sondern eine Grundlage für eine stabile, demokratische Gesellschaft. Doch wie hängen Arbeitswelt und Demokratie konkret zusammen? Und was ist nötig, um faire Bedingungen für alle durchzusetzen? Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen bei den Arbeitsbedingungen große Unterschiede zwischen Ost und West.

Beteiligte

Jasmin Heßler (IG-Metall-Betriebsrätin, TK Elevator), Henning Homann (MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag), Dr. Johannes Kiess (Stellv. Direktor des EFBI)

Moderation

Nora Miethke (Sächsische Zeitung)

 

In Kooperation mit der Volkshochschule Dresden

 

Antisemitismus an deutschen Hochschulen

Kontinuität, Wandel und aktuelle Herausforderungen

26. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig

Unmittelbar nach dem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 kam es zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen für die Menschen im Gaza-Streifen, teils auch mit Bezug zur Hamas. Dabei zeigten sich immer wieder offene antisemitische Ressentiments gegenüber Israel. Besonders an Hochschulen wurde deutlich, dass diese Form des Antisemitismus unterschiedliche politische Gruppen unter Studierenden verbinden kann. Warum sind gerade junge Erwachsene für israelbezogenen Antisemitismus ansprechbar?

Beteiligte

Prof. Dr. Oliver Decker (Direktor des EFBI), Katrin Ihklman (Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig), Rick Ulbricht (MdL)

Moderation

Josa Mania-Schlegel (Leipziger Volkszeitung)

 

In Kooperation mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V.

 

 

15 Jahre nach der Selbstenttarnung

Wie steht es um die Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex?

29. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Gewandhaus Zwickau, Hauptmarkt, 08056 Zwickau

15 Jahre lang haben sich Betroffene und Engagierte für eine breite Aufarbeitung des NSU-Komplexes eingesetzt. Doch noch immer zeigt sich, wie umkämpft Erinnerung ist. Zivilgesellschaftliche Initiativen arbeiten für eine opferzentrierte Gedenkkultur – trotz prekärer Bedingungen und rechter Anfeindungen. Was wurde bisher erreicht? Wie kann das Gedenken auch in Zukunft Handlungskraft entfalten?

Beteiligte

Christian Gesellmann (Freier Journalist und Autor), Barbara John (Ombudsfrau der Bundesregierung), Dr. Piotr Kocyba (EFBI), Katja Meier (MdL)

Moderation

Manuela Müller (Freie Presse)

 

In Kooperation mit dem Theater Plauen-Zwickau / Kein Schlussstrich! und den Novembertagen Zwickau.

 

 

Zurück